Forschungsdatenleitlinie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Beschluss des Akademischen Senats am 24.01.2018. Es handelt sich um die Webversion, die offizielle Fassung ist die PDF.

Erklärung

Die Universität bekennt sich zu Open Science und unterstützt aktiv die verbesserte Sichtbarkeit der ander Universität entstandenen Forschungsergebnisse inklusive aller damit in Verbindung stehenden Forschungsdaten durch die Bereitstellung geeigneter Infrastrukturen. Die Sichtbarkeit wird durch Standardisierungsvorgaben bei Erfassung und Speicherungder Forschungsdaten verbessert. Damit wird eine dauerhafte Nachnutzung ermöglicht.

Die Universität sieht sich in der Pflicht, ihre Mitgliedern zu befähigen, Vorgaben der Forschungsförderer oder Mittelgeber umzusetzen.

Die Universität sucht den Ausgleich zwischen Openness und den rechtlichen wie beruflichen Verpflichtungen und Anliegen ihrer Angehörigen und stellt dafür geeignete Rahmenbedingungen. Diese entsprechen den Vorgaben des Urheberrechts und anderer rechtlicher Bestimmungen, des Datenschutzes sowie des Schutzes von Persönlichkeitsrechten.

Die Universität agiert hierbei als Teil der nationalen und internationalen Initiativen der Bereitstellung von Forschungsdateninfrastrukturen. Damit wird Kooperationen und der Beteiligung an nationalen und internationalen Vorhaben der Vorrang gegenüber eigenen Entwicklungen gegeben.

Die Forschungsdatenleitlinie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird in regelmäßigen Abständen von der Senatskommission für Forschung der Universität überprüft, ggf. überarbeitetund genehmigt. Damit wird auch für die Zukunft die permanente Aktualität gewährleistet.

Aufgaben der Universität

Die Universität strebt die Einhaltung höchster Standards bei der Verwaltung von Forschungsdaten an.

Insofern die Forschungsdaten die Forschungsergebnisse beinhalten, trägt die Universität die Verantwortung für die Primärdaten oder empfiehlt förderfähige Betriebskonzepte. Sie sind für die Universität ein zentraler Maßstab für qualitativ hochwertige Forschung und die akademische Integrität.

Die Universität stellt Informationen zum Umgang mit Forschungsdaten bereit. Sie sieht als ihre Pflicht die Unterstützung ihrer Angehörigen bei der Erstellung von Datenmanagementplänen, welche die langfristige Archivierung von Daten bereits mit der Entstehung von Forschungsprojekten vorsehen.

Die Universität bietet Schulung und Weiterbildung der Datenerzeugenden im Speziellen und der Universitätsangehörigen im Allgemeinen zur Förderung von Best-Practice im Forschungsdatenmanagement. Fachspezifische Anforderungen werden dabei berücksichtigt.

Mit der Bereitstellung eines hochschuleigenen Forschungsdatenrepositoriums bietet sie allen interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine konkrete Option für den adäquaten Umgang mit deren Forschungsdaten. Konkret unterstützt die Universität immer auch die Erstellung von Datenmanagementplänen, wie sie z.B. von der DFG gefordert werden. Selbstverständlich werden alle eingestellten Daten normgerecht erschlossen und persistent adressiert.

Die Bereitstellung der Daten im Open Access erfolgt gemäß der Vorgaben der Open Access Policy der MLU. Die Hochschule berät bei potentiellen Veröffentlichungen zu rechtlichen Aspekten.